Diese Probleme sehen wir bei Händlern am häufigsten
Wer einen Feed erstellen lässt, hat in der Regel bereits eine Fehlermeldung gesehen oder spürt, dass Produkte nicht dort erscheinen, wo sie sollten. Die häufigsten Ursachen nach Kanal:
Google Merchant Center: Produkte abgelehnt oder eingeschränkt
- Preis oder Verfügbarkeit weichen von der Zielseite ab. Google gleicht Feed und Landingpage ab. Bei Abweichungen können Produkte abgelehnt werden oder das Konto erhält eine Warnung. Typische Ursache: Eine Preisänderung oder Aktion im Shop erreicht den Feed zu spät. Auch der Preis im Checkout muss zum Feed passen, zusätzliche Gebühren müssen im Feed berücksichtigt sein.
- GTIN fehlt oder ist ungültig. Bei Markenware erwartet Google gültige Herstellernummern, Produkte mit fehlender Kennung werden schlechter ausgespielt oder abgelehnt. Nummern erfinden ist keine Lösung. Nur wenn ein Artikel tatsächlich keine GTIN besitzt, etwa bei Eigenmarken, wird das im Feed entsprechend gekennzeichnet.
- Zu wenige Produktkennungen. Die Meldung „Unzureichende Produktkennungen" tritt auf, wenn neben der GTIN auch Marke und MPN fehlen.
- Schwache Titel und zu grobe Kategorien. Auch ohne Ablehnung bleibt die Reichweite gering, wenn der Titel nur die interne ERP-Bezeichnung enthält und die Google-Produktkategorie nicht so tief wie möglich gewählt ist.
- Manuelle Korrekturen verschwinden. Bei Shop-Systemen mit nativer Google-Anbindung werden Daten regelmäßig neu aus dem Shop übernommen, sodass manuelle Änderungen im Merchant Center überschrieben werden können. Laufen mehrere Feed-Apps parallel, entstehen zusätzlich Konflikte.
- Veraltete Feeds. Preise und Bestände ändern sich häufiger, als der Feed aktualisiert wird.
Meta: Katalog lädt nicht oder Produkte laufen nicht in Anzeigen
- Pflichtangaben und Kennungen fehlen. Für Produkte im Meta-Katalog wird mindestens eine Kennung wie Marke, GTIN oder MPN erwartet. Doppelte Artikel im Feed führen zu Fehlermeldungen.
- Produktsets sind leer. Artikel, die nicht lieferbar, nicht aktiv oder nicht ladbar sind, werden aus Produktsets herausgefiltert. Der Katalog wirkt dann gesund, die Anzeige läuft trotzdem nicht. Ein weiterer Grund kann eine veraltete Feed-URL sein, die Meta weiter abruft.
- Verbindung im Business Manager. Facebook-Seite, Instagram-Konto und Katalog müssen sauber unter demselben Business Manager verknüpft sein, sonst bleibt der Shop unvollständig verbunden.
- Spaltennamen oder Format passen nicht. Werden Pflichtspalten nicht erkannt, lässt sich der Feed nicht hochladen oder die Artikel nicht in Anzeigen verwenden.
Marktplätze: Jeder Kanal verlangt etwas anderes
- Eigene Pflichtfelder, Kategorien und Bildregeln pro Marktplatz. Was auf einem Kanal funktioniert, passt selten unverändert zum nächsten. Unvollständige oder kanalfremde Daten führen dazu, dass Artikel schlecht ausgespielt oder ganz abgelehnt werden.
- ERP-Daten sind nicht marktplatzfähig. Technische Bezeichnungen, interne Warengruppen und fehlende Attribute werden von Hand nachgearbeitet. Dieser Aufwand wächst mit Sortiment und Kanalzahl, mehr dazu im Beitrag Feed-Schicht zwischen ERP und Tradebyte.
- Doppelpflege. Dieselben Artikel werden pro Kanal in eigenen Tabellen gepflegt, Fehler vervielfachen sich.
Die Ursache ist fast immer dieselbe: Die Aufbereitung der Daten passiert von Hand oder gar nicht. Ein Feed mit Regelwerk verlagert die Arbeit in Regeln, die für alle passenden Artikel greifen, auch für künftige.
Was wir für Sie tun
- Feed-Audit: Auswertung der Diagnose im Merchant Center und im Commerce Manager, Ursachenanalyse und priorisierte Fehlerliste.
- Feed-Aufbau: Erstellung aus Shopify, ERP, PIM oder Tabellen für Google Shopping, den Meta-Katalog und Marktplätze.
- Regelwerk: Titel nach festem Muster, Kategorie-Mapping inklusive Google-Produktkategorie, Attribut-Anreicherung, Filter für Artikel ohne Bild oder Bestand, kanalspezifische Varianten.
- Fehlerbehebung: Abgelehnte Produkte, GTIN-Probleme, Preisabweichungen und Richtlinien-Hinweise, an der Quelle statt Artikel für Artikel.
- Mehrsprachig und international: Feeds für mehrere Länder, Währungen und Sprachen, auch für den französischen Markt.
- Betrieb: Aktualisierungsrhythmus, Monitoring der Fehlerquote und Anpassung, wenn ein Kanal seine Anforderungen ändert.
Dasselbe gilt für weitere Kanäle auf Anfrage. Eine gemeinsame Datenbasis wird einmal gepflegt und kanalgerecht ausgespielt.
Was einen guten Feed ausmacht
| Attribut | Schwach | Besser |
|---|---|---|
| Titel | Interne Bezeichnung, zum Beispiel „Laufschuh 4711 blau" | Nach Muster: Marke, Modell, Produktart, Zielgruppe, Farbe, Größe |
| Kategorie | Nur die Oberkategorie | So tief wie möglich in der Google-Produktkategorie |
| Kennung | Keine GTIN oder eine erfundene Nummer | Echte GTIN aus Herstellerdaten, nur bei tatsächlich fehlender GTIN entsprechend gekennzeichnet |
| Preis und Bestand | Feed hinkt dem Shop hinterher | Aktualisierung passend zur Änderungshäufigkeit, geplant oder per Schnittstelle |
| Ausschlüsse | Alle Artikel werden übergeben | Artikel ohne Bild, Bestand oder Pflichtdaten werden vorab gefiltert |
Feeds aus Shopify
Wer Shopify nutzt, kann Google und Meta bequem per App anbinden. Die Datenqualität kommt dabei aus dem Shop: Die GTIN gehört ins Barcode-Feld, Varianten müssen sauber angelegt sein, Titel und Kategorien müssen zum Kanal passen. Wir bereiten die Daten im Shop oder in einer vorgeschalteten Feed-Schicht auf. Wenn Sie zusätzlich einen neuen Shop planen, lesen Sie Shopify Shop erstellen mit Marktplatz-Anbindung.
Wenn Preislisten und Artikeldaten vieler Hersteller regelmäßig eingespielt werden müssen, lässt sich auch der vorgelagerte Datenimport automatisieren, mehr dazu unter Datenautomatisierung mit n8n und KI.
Ablauf
- Bestandsaufnahme: Kanäle, Quellsysteme, aktueller Feed und Fehlerstand.
- Regelwerk: Titel-Logik, Kategorie-Mapping, Anreicherung und Filter je Kanal.
- Aufbau und Anbindung: Feed-Erstellung und Verbindung zu Merchant Center, Meta-Katalog und Marktplätzen.
- Test und Freigabe: Diagnose prüfen, Stichproben und Abgleich mit den Zielseiten.
- Betrieb und Monitoring: laufende Kontrolle und Nachschärfen der Regeln.
Häufige Fragen zu Produktfeeds
Warum wurden meine Produkte im Google Merchant Center abgelehnt?
Häufige Ursachen sind Abweichungen bei Preis oder Verfügbarkeit gegenüber der Zielseite, fehlende oder ungültige GTIN, fehlende Pflichtattribute und Richtlinienverstöße. Die genaue Ursache zeigt die Diagnose im Merchant Center. Wir werten sie aus und beheben das Problem an der Quelle, damit es nicht wiederkehrt.
Was tun, wenn meine Produkte keine GTIN haben?
Keine Nummern erfinden. Bei Markenware sollte die GTIN vom Hersteller stammen. Besitzt ein Produkt tatsächlich keine GTIN, etwa bei Eigenmarken oder Sonderanfertigungen, wird das im Feed entsprechend gekennzeichnet.
Brauche ich für Google, Facebook und Instagram getrennte Feeds?
Eine gemeinsame Datenbasis genügt in der Regel. Facebook und Instagram nutzen denselben Meta-Katalog. Je Kanal gelten aber eigene Regeln für Titel, Kategorien und Pflichtfelder. Wir pflegen die Daten einmal und spielen sie kanalgerecht aus.
Wie oft muss ein Feed aktualisiert werden?
So oft, wie sich Preise und Bestände ändern. Bei häufigen Änderungen sind geplante Uploads oder eine API-Anbindung sinnvoll, damit die Daten im Merchant Center zu denen auf Ihrer Zielseite passen.
Können Sie einen bestehenden Feed übernehmen und verbessern?
Ja. Wir starten mit einem Audit des bestehenden Feeds und der Fehlermeldungen und entscheiden dann, ob eine Überarbeitung oder ein Neuaufbau sinnvoller ist.
Für welche Marktplätze erstellen Sie Feeds?
Schwerpunkt sind Amazon, Otto, eBay und Zalando sowie französische Marktplätze wie Cdiscount. Auch Feeds für Middleware-Systeme wie Tradebyte sind möglich. Weitere Kanäle besprechen wir auf Anfrage.
Feed-Fehler beheben oder neuen Feed aufbauen
Schildern Sie kurz, welche Kanäle Sie bedienen und welche Fehlermeldungen Sie sehen. Wir melden uns mit einer Einschätzung zurück.